Welches handy objektiv für eröffnung ?| kamera-objektiv.com

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des Lesens

Die Blende ist eine Information über das Objektiv, nicht über den Sensor.

Ihr Smartphone ist eine Kamera wie jede andere, mit dem Unterschied, dass es unter anderem auch telefoniert, im Internet surft, Essen bestellt und Fremde trifft, um Freundschaften zu schließen (oder mehr). 

Als Kamera besteht sie aus drei wesentlichen Elementen: einem Objektiv, einer empfindlichen Oberfläche (auf die das Objektiv das Licht bündelt) und einem Verschluss. 

Seine empfindliche Oberfläche ist der Sensor; die von ihm aufgenommenen Informationen werden vom zentralen Prozessor verarbeitet, um ein sichtbares Bild zu erzeugen.

"NIEMALS über die Sensoröffnung sprechen!"

In einem Smartphone befinden sich die Hauptkomponenten (Objektiv, Sensor und Verschluss) im "Kameramodul". 

Frau Kamera objektiv

Wenn wir von der Blende des fotografischen Moduls sprechen, meinen wir damit die Blende des Objektivs des fotografischen Moduls. 

Wir sollten auf keinen Fall über die Blende des Sensors sprechen. Und wenn wir schon beim Vokabular sind: Apertur ist die Abkürzung für "relative Blende". 

Auch von "fokaler Blende" sollte man auf keinen Fall sprechen, obwohl beide Begriffe miteinander verwandt sind.

Die Blende gibt Auskunft über die Helligkeit des Objektivs

Die Berechnung der Blende ist recht einfach: Sie benötigen nur die Brennweite des Objektivs (in Millimetern) und den Durchmesser der Austrittspupille (ebenfalls in Millimetern). 

Die Blende ist das Verhältnis der beiden, ausgedrückt ohne Einheiten. 

Je näher der Blendenwert bei 0 liegt, desto mehr Licht kann das Objektiv durchlassen. 

Der Vorteil der relativen Blende besteht darin, dass man damit die Helligkeit zweier Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten vergleichen kann:

ein 12 mm f/2 ist genauso hell wie ein 50 mm f/2, ein 12 mm f/1,4 ist heller als ein 50 mm f/2, ein 12 mm f/2 ist weniger hell als ein 50 mm f/1,4 usw.

 

HANDY OBJEKTIV

Die Blende gibt absolut keine Auskunft über den Sensor

Wenn ein Objektiv seine maximale Öffnung bei f/2 hat, ist alles, was Sie über den Sensor wissen, dass das Objektiv, das das Licht auf ihn fokussiert, bei f/2 öffnet. Sie können in keiner Weise ableiten, ob der Sensor 1/3", 1/2,5", 1" oder eine andere branchenübliche Größe hat. 

Und natürlich gibt sie keinerlei Auskunft über die Definition des Sensors.

Es ist daher völlig irreführend zu behaupten, dass bei einem Kameramodul ein Objektiv mit einer großen Blende bedeutet, dass auch der Sensor groß ist:

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen beiden! 

Natürlich ist die Bildqualität umso besser, je größer der Sensor ist, aber das hat absolut nichts mit der Blendenöffnung zu tun.

Die Vorteile der Offenheit, in der Theorie

Wie wir gesehen haben, lässt ein Objektiv umso mehr Licht durch, je größer seine Blendenöffnung ist. 

Die gewählte Verschlusszeit kann daher kürzer sein, was der Reduzierung von Unschärfe zugute kommt, und/oder die Arbeitsempfindlichkeit kann niedriger sein, was der Bildqualität zugute kommt.

Bei einer herkömmlichen Kamera steuert die Blende auch die Schärfentiefe: Bei gleicher Brennweite, gleichem Abstand zum Motiv und gleichem Blickwinkel verringert eine größere Blende die Schärfentiefe. 

Das Motiv ist dann gut vom Hintergrund isoliert, der in einer mehr oder weniger ästhetischen Unschärfe untergeht. 

Andererseits erhöht eine kleinere Blende die Schärfentiefe: Der Schärfebereich wird größer. So viel zur Theorie.

 

mann

Bei einem Smartphone hat die Blende keinen Einfluss auf die Schärfentiefe.

Ein Mythos bricht zusammen. Ein sehr praktischer Mythos, denn er wird von den Herstellern am meisten ausgenutzt und gefördert. 

Nachdem ich der breiten Öffentlichkeit in vielen Kursen erklärt habe, dass "kleine Blende = kleine Schärfentiefe" und "kleine Schärfentiefe = Qualitätskamera = Hybrid- oder Großsensor-Spiegelreflexkamera".

Die Abkürzung war sehr verlockend, direkt auf die Gleichheit von "kleine Blende = Hybrid- oder Großsensor-SLR-Bildqualität" zu setzen.

Bei Smartphone-Kameramodulen ist der Sensor zu klein, als dass die Blende einen nennenswerten Einfluss auf die Schärfentiefe und den Übergang von scharf zu unscharf innerhalb dieser Schärfentiefe (Bokeh) haben könnte.

 Ob Ihr Smartphone eine Objektivöffnung von f/2.2, f/2, f/1.8 oder f/1.6 hat (was für jede Stufe einem Gewinn von einem Drittel einer Blende entspricht). 

Für die Schärfentiefe macht das keinen Unterschied, zumal die lichtstärksten Objektive Weitwinkelobjektive sind, was den Unterschied noch geringer macht. 

Wenn Sie eine geringe Schärfentiefe oder zumindest einen unscharfen Hintergrund wünschen, gehen Sie näher an das Motiv heran oder spielen Sie mit den digitalen Filtern (in der Foto-App für das Auto oder einer anderen Foto-App). 

Warum also machen sich die Hersteller die Mühe mit großen Blenden ?

 

frau Handy ojektiv

Bei einem Smartphone ist die maximale Blende nur für die Belichtung relevant... und die Bildqualität

Nehmen wir unsere vier Beispiele bei f/2,2, f/2, f/1,8 und f/1,6. Da der Unterschied zwischen den beiden Blenden jeweils ein Drittel beträgt, ist der Unterschied zwischen f/2,2 und f/1,6 eine volle Blende. 

Mit anderen Worten: Eine Objektivöffnung von f/1,6 lässt doppelt so viel Licht durch wie eine Objektivöffnung von f/2,2. 

Das bedeutet, dass Sie bei schlechten Lichtverhältnissen mit 1/30s statt mit 1/15s aufnehmen können, was die Unschärfe reduziert. 

Eine Blendenstufe mehr bedeutet auch, dass Sie mit einem Objektiv mit Blende 2,2 bei ISO 1600 fotografieren müssten, während Sie mit einem Objektiv mit Blende 1,6 bei ISO 800 fotografieren können. 

Da hohe Empfindlichkeiten immer noch die Achillesferse von Smartphones sind, ist dieser Gewinn alles andere als vernachlässigbar!

 

Die praktischen Grenzen von großen Öffnungen

Da in High-End-Smartphones zunehmend Objektive mit einer Lichtstärke von f/2 und darunter eingesetzt werden, stoßen sie irgendwann an die gleichen Grenzen, die Fotografen schon lange bei lichtstarken Objektiven kennen.

 

Ist ein breiteres Objektiv zwangsläufig heller?

Nein. "Was? Aber bis jetzt haben Sie gesagt, dass es so ist! Sie sollten es wissen! Das ist doch Unsinn, Les Numériques!" Also, fangen wir noch einmal an. Im allgemeinen Fall lautet die Antwort: Ja. 

Aber man muss sich bewusst sein, dass die Physik in der Fotografie nie weit weg ist. Um Licht durchzulassen, besteht eine Linse aus durchsichtigen Linsen (versuchen Sie es mit Bleilinsen, sie funktionieren nicht so gut). 

Allerdings sind nicht alle Linsen gleich transparent.

Sie hängt von ihrer chemischen Zusammensetzung, der Sorgfalt ihrer Bearbeitung, der Präzision ihrer Einstellung im optischen Block und den angewandten Oberflächenbehandlungen ab. 

Und je mehr man versucht, ein Objektiv mit großer Blendenöffnung herzustellen, desto mehr werden sich diese Einschränkungen auswirken. 

Irgendwann stößt man an eine virtuelle "Wand", an der man sich zwischen Qualität, Präzision, Helligkeitsvorteilen und industriellen Kosten entscheiden muss. Nach einer gewissen Zeit wird es sich nicht mehr lohnen.

 

Handy objektiv

Ein offeneres Objektiv bedeutet nicht unbedingt bessere Qualität

Auch hier ist es eine Frage der Präzision, der Fertigungsqualität und der Oberflächenbehandlung. 

Je heller Ihr Objektiv ist, desto komplizierter wird es, die optischen Defekte einzudämmen, die sich anhäufen und exponentiell zunehmen: Vignettierung, Koma, chromatische Aberration, sphärische Aberration, Verzeichnung, mangelnde Bildhomogenität. 

All dies kann bis zu einem gewissen Grad durch Algorithmen korrigiert werden, aber auch hier gilt: Wie viel Aufwand ist der Kostenaufwand im Vergleich zum Gewinn an endgültiger Bildqualität wert?